Glückwünsche vom Papst zum 110. Geburtstag

Vatikan: Pfarrer Kant ist der älteste katholische Priester der Welt

Veröffentlicht am 26.02.2026 um 19:00 Uhr – Lesedauer: 

Eichenzell-Löschenrod ‐ Pfarrer Bruno Kant ist nicht nur der älteste lebende Mann in Deutschland: Er ist auch der älteste katholische Priester weltweit – das hat er aus einem ganz besonderen Glückwunschschreiben erfahren.

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Der älteste katholische Priester der Welt ist ein Deutscher: Das hat Pfarrer Bruno Kant an seinem 110. Geburtstag erfahren – und zwar vom Papst persönlich. Am Donnerstag besuchte der etwa halb so alte Bischof Michael Gerber den Jubilar in Eichenzell-Löschenrod, um persönlich zu gratulieren, wie die Diözese Fulda mitteilte. Glückwünsche erhielt Kant auch aus dem Vatikan. "Mit Freude habe ich erfahren, dass Sie am 26. Februar Ihren 110. Geburtstag begehen dürfen und übermittle Ihnen hierzu meine herzlichen Glück- und Segenswünsche", heißt es in dem Schreiben von Papst Leo XIV. Dankbar für Kants "langjährigen treuen und hingebungsvollen priesterlichen Dienst" schloss der Papst Kant in sein Gebet ein und erteilte ihm sowie allen, die ihm nahestehen, den Apostolischen Segen.

Kant zeigte sich über die Glück- und Segenswünsche aus dem Vatikan ebenso überrascht wie erfreut. Zunächst habe er es kaum glauben können, dann habe er sich sehr darüber gefreut, berichtet die Diözese Fulda. Ansonsten sei dem Jubilar der Trubel um seine Person eher unangenehm, er bleibe bodenständig und bescheiden. Neben dem Papst gratulierten auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz.

"Durch das Beten bleibe ich jung", hatte Kant im November katholisch.de gesagt. Er bete täglich, lese in seinem Brevier und löse Sudoku-Rätsel. "Ich hatte immer einen starken Glauben". Zugleich frage er sich immer noch, warum "der liebe Gott so viel Unsinn, Unglück und Bosheit in der Welt zulassen kann". Betreut wird der 1916 geborene Geistliche von seiner Familie und einer Pflegerin. Bis zu seinem 102. Lebensjahr half Kant noch im aktiven Seelsorgedienst mit; erst dann zog er sich aus dem regelmäßigen Dienst zurück. In den Pfarreien vor Ort gilt er bis heute als prägende Person. In Petersberg-Marbach, wo Bruno Kant über Jahrzehnte lebte und wirkte, trägt eine Straße seinen Namen. In Eichenzell-Löschenrod benannten die Menschen den Platz an der Kirche zu seinen Ehren als "Pfr.-Bruno-Kant-Platz". (fxn)