Bald Eintritt? Finanzlage von Kölner Dom auf dem Prüfstand

Die Finanzlage des Kölner Doms ist angespannt. Laut Medienberichten gibt es daher Überlegungen, dass Deutschlands berühmteste Kirche bald Eintritt kosten könnte – oder zumindest der Zugang zum Herzstück der Kathedrale, dem Dreikönigenschrein. Dom-Sprecher Markus Frädrich verweist auf eine Pressekonferenz am Donnerstag.
Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte am Dienstag von den Überlegungen berichtet, ein Eintrittsgeld zumindest für den Dreikönigenschrein zu erheben. Die Zeitung bezog sich dabei auf eigene Informationen. Frädrich bestätigte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), dass sich das zuständige kirchliche Gremium – das Domkapitel – seit Montag unter anderem mit der Wirtschaftslage der Kathedrale befasse. "Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie das Domkapitel die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb des Domes auch künftig sicherstellen möchte", so Frädrich. Die Beratungen des Domkapitels enden an diesem Dienstag. Über die Ergebnisse werde auf der geplanten Pressekonferenz informiert.
Der Kölner Dom erwirtschaftete 2024 ein Minus von 240.000 Euro. Die Ausgaben betrugen rund 14,2 Millionen Euro. Die Einnahmen von insgesamt rund 14 Millionen Euro stammen aus verschiedenen Quellen: Ein gutes Drittel kommt vom Erzbistum Köln, weitere rund 30 Prozent vom Zentral-Dombau-Verein. Außerdem bezieht der Dom unter anderem Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln sowie Eintrittsgelder für Turmbesteigung und Domschatzkammer sowie Einnahmen aus Kollekten und Opferstöcken. (KNA)