Kardinal Parolin: So unterscheidet sich Papst Leo XIV. von Franziskus
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat über seine Zusammenarbeit mit Papst Leo XIV. und Unterschiede zu dessen Vorgänger Franziskus gesprochen. Die Arbeit mit Leo "ist sehr einfach", sagte der Kardinal laut Vatikanmedien am Mittwoch am Rande einer Buchvorstellung in Rom. "Es gibt einen guten Dialog, einen schönen Austausch. Er hört viel zu, und es herrscht ein gutes Verhältnis."
Zum Stil des neuen Papstes merkte er an, dessen Wortmeldungen seien "in Ton und Inhalt stets maßvoll, in einer Zeit, in der Recht hat, wer am lautesten und am häufigsten schreit, ohne seine Aussagen zu begründen". Der Vergleich von Leo XIV. mit dem "stärkeren, direkteren und prägnanteren Stil von Papst Franziskus" zeige, dass jeder Papst sein Amt anders ausübe. "Alle haben das Erbe ihrer Vorgänger aufgegriffen und ihren eigenen Dienst an der Kirche weiterentwickelt. Auf diese Weise entsteht Kontinuität", so Parolin, der bereits seit 2013 Kardinalstaatssekretär und damit die Nummer zwei im Vatikan ist.
Zudem forderte der Kardinal, den Konflikt im Nahen Osten zu beenden und eine weitere Eskalation zu verhindern. Parolin riet den USA und Israel, "so schnell wie möglich damit aufzuhören, denn die Gefahr einer Eskalation steht wirklich vor der Tür". Zudem müsse der Libanon in Ruhe gelassen werden. Der Chefdiplomat des Vatikans äußerte sich am Mittwoch am Rande einer Buchvorstellung in Rom. (tmg/KNA)
