Wichtige Personalentscheidungen

Papst Leo XIV. ernennt neuen Präfekten – auch neuer Vatikanbank-Chef

Veröffentlicht am 25.03.2026 um 14:36 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Zwei wichtige Personalien im Vatikan sind entschieden: Es gibt einen neuen Chef des Dikasteriums für die Auslegung des Kirchenrechts und einen neuen Aufsichtsratschef der Vatikanbank IOR.

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Papst Leo XIV. hat den australischen Bischof Anthony Randazzo (59) zum Präfekten des vatikanischen Dikasteriums für die Gesetzestexte ernannt. Der bisherige Bischof von Broken Bay in Australien folgt auf Filippo Iannone (68), den der Papst im September zum Präfekten des Bischofsdikasteriums ernannt hatte.

Randazzos Eltern waren aus Süditalien nach Australien ausgewandert. Er studierte Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Im Vatikan war er bereits von 2004 bis 2008 im Glaubensdikasterium tätig. Papst Franziskus ernannte ihn 2016 zum Weihbischof in Sydney und 2019 zum Bischof von Broken Bay. Seit 2023 leitete er zudem den Verbund der Bischofskonferenzen von Ozeanien.

Neuer Chef der Vatikanbank

François Pauly (61), derzeit Verwaltungsratspräsident der Finanz- und Versicherungsgruppe Compagnie Financière La Luxembourgeoise, wird neuer Aufsichtsratschef der Vatikanbank IOR. Wie das Geldinstitut am Mittwoch in Rom mitteilte, soll Pauly in der Aufsichtsratssitzung am 28. April ernannt werden. Bis dahin bleibt der Franzose Jean-Baptiste Douville de Franssu (62) im Amt. Er leitet die Geschicke des vatikanischen Geldinstituts seit 2014.

Douville de Franssu zog aus Anlass des bevorstehenden Wechsels eine positive Bilanz seiner Tätigkeit beim "Institut für die religiösen Werke" IOR. Das Institut habe seit 2014 nach einer langen Zeit mit Management-Problemen eine tiefgreifende strukturelle Transformation hinter sich gebracht. Es sei nun international anerkannt und liefere solide finanzielle Ergebnisse. Derzeit diene es 12.000 Kunden weltweit sowie dem Papst und dem Heiligen Stuhl und der katholischen Kirche insgesamt.

Kardinal Giuseppe Petrocchi, Präsident der Kardinalskommission, die das IOR leitet, dankte dem scheidenden Bankdirektor für seinen Dienst und für seinen Beitrag zur Erneuerung des IOR. Er sei zuversichtlich, dass die Bank auch unter seinem Nachfolger der universalen Kirche dienen werde. (tmg/KNA)