Scheidende "Nummer drei" im Vatikan erinnert an schwere Stunden im Amt
Mit einer streckenweise emotionalen Rede hat sich die bisherige "Nummer drei" im Vatikan von seinen Mitarbeitern verabschiedet. Erzbischof Edgar Peña Parra, seit 2018 als Substitut Leiter der Abteilung für allgemeine Angelegenheiten, sagte am Montag zu seinem Abschied im Vatikan: "Es waren streckenweise sehr harte Jahre."
Er erinnerte an die Zeit der Corona-Pandemie sowie an die Tode von Benedikt XVI. 2022 und von Papst Franziskus 2025. Auch habe es Momente gegeben, in denen die Institution des Staatssekretariats gelitten habe. Hier nannte Peña Parra explizit den Skandal um die Immobilieninvestition des Vatikans in London, die unter seinem Vorgänger, Kardinal Angelo Becciu, zu millionenschweren Verlusten führte.
Durch Immobilienskandal stark exponiert
Dieser Fall habe den Heiligen Stuhl und insbesondere das Staatssekretariat medial und juristisch in bislang einmaliger Weise exponiert. Die Antworten seien "Strenge, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein" gewesen.
In all diesen Krisen habe die Abteilung für allgemeine Angelegenheiten ihren stillen, bisweilen unsichtbaren, aber essenziellen Dienst für die Kirche geleistet. Seine neue Aufgabe als Botschafter des Papstes in Italien und in San Marino nehme er an als "einen weiteren Ruf zum Dienst, in Gemeinschaft und im Gehorsam". Papst Leo XIV. hatte am Montag den Vatikandiplomaten Paolo Rudelli (55) zum neuen Substituten im Staatssekretariat ernannt. Der Substitut gilt nach dem Kardinalstaatssekretär als die "Nummer drei" in der Vatikan-Hierarchie. (tmg/KNA)
