Papst Leo XIV. bricht mit Vorgänger Franziskus

Vatikan sagt katholischen Weltkindertag ab

Veröffentlicht am 31.03.2026 um 19:08 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Meist bemüht sich Papst Leo XIV. um weitgehende Kontinuität mit seinem Vorgänger Franziskus. Doch nun wurde ein Termin komplett gestrichen, der aus dem letzten Pontifikat stammte und die Kinder in die Mitte nahm.

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Der für Ende September geplante katholische Weltkindertag in Rom ist vom Vatikan abgesagt worden. Die Streichung wurde vom Dikasterium für Laien, Familie und Leben mitgeteilt und vom Portal Vatican News am Dienstag gemeldet.

Vorausgegangen war eine vom Papst persönlich unterschriebene Anordnung ("Chirograph"). Darin hatte Leo XIV. am 12. Februar das Komitee aufgelöst, das für die Organisation der Veranstaltung zuständig war.

In der Mitteilung dazu heißt es nun, dass "alle Initiativen zur Seelsorge für Kinder auf Diözesan- oder Pfarrebene begangen werden können". Die Absage der zentralen Veranstaltung in Rom entschied das zuständige Dikasterium im Vatikan nach eigenen Angaben "nach sorgfältiger Abwägung und im Einvernehmen mit dem Heiligen Vater".

Erster Weltkindertag war ein Flop

Beim bisher einzigen katholischen Weltkindertag im Mai 2024 war auch der italienische Komiker Roberto Benigni und Oscar-prämierte Filmregisseur ("Das Leben ist schön") aufgetreten. In einer improvisierten Rede auf dem Petersplatz hatte er unter anderem vor den Kindern von der Vision geschwärmt, dass unter ihnen eines sein könnte, das später einmal als erste Frau Papst werden könnte. Das hatte er mit den Worten kommentiert: "Der erste weibliche Papst der Geschichte! Davon würde man sogar auf dem Mond reden!"

Der Auftritt Benignis war seinerzeit in konservativen Kreisen scharf kritisiert worden. Andere Veranstaltungen des ersten Weltkindertags, etwa im römischen Olympiastadion, zeichneten sich durch eine sehr spärliche Beteiligung von Teilnehmern aus dem nichtitalienischen Ausland aus und blieben damit weit hinter den Erwartungen zurück. (KNA)