Weder "Funktionäre noch Einzelkämpfer"

Papst Leo XIV. bittet um Gebet für "Priester in Krisen"

Veröffentlicht am 01.04.2026 um 11:50 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Dass Priester in Krisen stecken können, weiß auch Papst Leo XIV. In seinem neuen Gebetsanliegen hat er das Thema in den Fokus gerückt – und seine Wünsche an das Volk Gottes formuliert.

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In seinem Gebetsanliegen für den Monat April hat Papst Leo XIV. Priester in Krisen in den Fokus gerückt. "Herr Jesus, guter Hirte und Wegbegleiter, wir vertrauen dir heute alle Priester an, vor allem jene, die Zeiten der Krise durchleben, in denen die Einsamkeit schwer wiegt, Zweifel das Herz verdunkeln und die Müdigkeit stärker zu sein scheint als die Hoffnung", sagte das Kirchenoberhaupt in einem am Dienstag veröffentlichten Video.

Papst Leo XIV. betonte, Priester seien weder "Funktionäre noch einsame Helden", sondern "geliebte Söhne, demütige und geschätzte Jünger und Hirten, die durch die Gebete ihrer Gemeinde gestützt werden". Die Gläubigen rief das Kirchenoberhaupt in seinem Gebetsimpuls dazu auf, "für unsere Priester zu sorgen: ihnen zuzuhören, ohne zu urteilen, ihnen zu danken, ohne Perfektion zu erwarten, mit ihnen die Taufsendung zu teilen, das Reich Gottes mit Gesten und Worten zu verkünden, und sie mit Nähe und aufrichtigem Gebet zu begleiten".

Und eine Prise Humor

Zudem betete der Papst, der Heilige Geist möge in den Priestern aufs Neue die Freude am Evangelium entfachen, ihnen echte Freundschaften und Netzwerke schenken und "eine Prise Humor, wenn die Dinge nicht so laufen wie erhofft".

Seit über 180 Jahren formuliert der Papst jeden Monat ein Gebetsanliegen, das sich jeweils auf eine bestimmte Herausforderung bezieht, vor der die Menschheit aktuell steht. Das weltweite Gebetsnetzwerk ist den Jesuiten anvertraut. (cbr)