Neue Studie zu Polarisierungen in der Kirche gestartet
Eine neue Studie will die Polarisierungen innerhalb der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland unter die Lupe nehmen. Die dazugehörige bundesweite Online-Befragung mit dem Titel "Wie gespalten erleben Sie die Kirche?" startet an diesem Freitag. Initiiert wurde die Untersuchung vom Verein "futur2", der sich laut Eigenbeschreibung für eine nachhaltige und wertorientierte Entwicklung von Kirche und Gesellschaft auf Basis des christlichen Menschenbildes einsetzt.
Wie der Verein anlässlich der Öffnung der Befragung mitteilt, würden die Konfliktlinien bei Themen wie dem Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland, dem Frauenpriestertum oder dem Umgang mit Rechtspopulismus seit Jahren intensiv diskutiert. Bislang fehlten dazu jedoch systematische Daten, ob und wie stark diese Polarisierung im innerkirchlichen Raum wahrgenommen und beschrieben wird. Genau das wolle die Studie herausfinden, erklärt Valentin Dessoy von "futur2". Entscheidende Fragen seien unter anderem, welche Themen als besonders konfliktgeladen gelten oder welche Mechanismen Debatten prägen.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Aufrufbar ist die anonyme Befragung im Internetportal pik-studie.de; als Dauer werden 15 bis 20 Minuten angegeben. Teilnahmeschluss ist am 31. Juli. Die Umfrageergebnisse sollen direkt in den Strategiekongress von "futur2" einfließen, der im Dezember zum 9. Mal ausgetragen wird. Er richtet sich besonders an Fach- und Führungskräfte in der Kirche und bei kirchennahen Organisationen. (KNA)
