Zahl schwerer Sicherheitsvorfälle gestiegen

Caritas: 1.000 humanitäre Helfer weltweit in drei Jahren getötet

Veröffentlicht am 14.08.2026 um 12:40 Uhr – Lesedauer: 

Freiburg ‐ Humanitäre Helfer begeben sich freiwillig in Krisen- und Kriegsgebiete. Die Gefahren sind enorm und werden immer größer. Caritas international fordert die Bundesregierung nun auf, mehr für den Schutz der Helfer zu tun.

  • Teilen:

Innerhalb von drei Jahren sind nach Angaben der Caritas weltweit 1.034 Helferinnen und Helfer unterschiedlicher Organisationen getötet worden. Zugleich sei die Zahl schwerer Sicherheitsvorfälle gegen Hilfsorganisationen deutlich gestiegen, und immer häufiger seien die eigenen Caritas-Mitarbeiter und Partner betroffen, beklagte das Hilfswerk Caritas international am Freitag in Freiburg. "Humanitäres Völkerrecht ist keine unverbindliche Empfehlung", sagte Leiter Oliver Müller (Foto oben) zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August.

"Wenn Helfende getötet, Lager geplündert und Hilfskonvois angegriffen werden, dürfen wir das nicht als unvermeidbare Begleiterscheinung hinnehmen. Wer Helfer angreift, trifft nicht nur einzelne Menschen. Er nimmt Kranken, Kindern und Familien die Hilfe, auf die sie angewiesen sind", fügte Müller hinzu. Die Bundesregierung und die EU müssten den Schutz humanitärer Helfer in internationalen Gesprächen konsequenter einfordern und dürften Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht nicht folgenlos lassen. (KNA)