"Holy Trouble Makers"

New Yorker Nonnen demonstrieren gegen Trumps Einwanderungspolitik

Veröffentlicht am 17.08.2026 um 12:55 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Die Sisters of Charity aus New York verurteilen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE scharf. In einem Protestzelt wollen sie für die Betroffenen da sein.

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Solange Menschenrechtsverletzungen stattfinden, will die US-amerikanische Ordensfrau Donna Dodge dagegen aufstehen. Das sagte sie in einer am Sonntag veröffentlichten Reportage des Fernsehsenders ABC News über das Engagement ihres Ordens für Menschen, die von der US-Einwanderungsbehörde ICE inhaftiert wurden. Die New Yorker Sisters of Charity demonstrieren seit Monaten gegen das Vorgehen von ICE. Mit einem Protestzelt vor dem Delaney Hall Detention Center in New Jersey wollen die Ordensfrauen zusammen mit anderen Aktivisten auf die Lage der Inhaftierten aufmerksam machen. Dabei nennen sie sich "Holy Trouble Makers".

In dem Gefängnis in der Nähe von New York befinden sich laut ABC News rund 800 Einwanderer, die von ICE festgenommen worden sind. Für sie und ihre Angehörigen wollen die Ordensfrauen da sein. Sie veranstalten Gebetsrunden vor dem Gefängnis, um den Inhaftierten zu zeigen, dass sie da sind. In ihrem Zelt empfangen sie auch Angehörige der Insassen. Sie helfen dabei, US-Pässe für Kinder zu finanzieren, deren Eltern von ICE festgenommen worden sind. So können die Kinder bei anderen Familienmitgliedern in den USA bleiben.

Die New Yorker Ordensfrauen sind seit Jahrzehnten für verschiedene Protestaktionen bekannt. Sie engagierten sich beispielsweise in den 1970ern für das Wahlrecht für Schwarze, bei Demonstrationen gegen den Krieg in Vietnam oder auch zuletzt bei den No-Kings-Kundgebungen gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Die Sisters of Charity New York befinden sich gerade auf ihrer "letzten Mission", wie sie sagen. In den vergangenen 25 Jahren kam kein Nachwuchs nach. Die Ordensgemeinschaft besteht zurzeit aus 123 Schwestern mit einem Durchschnittsalter von 86 Jahren. Sie hätten geschworen, dass sie sich bis zuletzt für schutzbedürftige Einwanderer und ihrer Kinder einsetzen werden. (bak)