Papst Leo XIV. hat einige besondere Termine vor sich
Nach dem ruhigeren Hochsommer hat Leo XIV. für September und Oktober bereits eine Reihe fester Termine. Auf dem am Freitag vom Vatikan veröffentlichten liturgischen Kalender des Papstes sind Messen in Rom und dem Umland sowie seine Auslandsreise nach Frankreich angekündigt.
Nicht auf der vom päpstlichen Zeremonienmeister, Erzbischof Diego Ravelli, unterzeichneten Vorschau steht eine Messe zum Schutz der Schöpfung. Diese feiert Leo XIV. am 1. September um 18.30 Uhr in den Päpstlichen Gärten von Castel Gandolfo unweit Roms.
Frankreich-Reise und Akademisches Jahr
Am 7. September leitet der Papst im Marienheiligtum von Genazzano um 18 Uhr die Messe am Vorabend des katholischen Festes Mariä Geburt. Der Ort liegt rund 40 Kilometer östlich von Rom, die dortige Marienikone hatte Leo XIV. bereits zwei Tage nach seiner Wahl zum Papst überraschend besucht.
Vom 25. bis 28. September steht die sechste Apostolische Reise des seit Mai 2025 amtierenden Papstes an, sie führt in nach Frankreich. Zunächst besucht der gebürtige US-Amerikaner die Hauptstadt Paris sowie den dortigen Sitz der Kulturbehörde der Vereinten Nationen, Unesco. Anschließend reist er in den berühmten Wallfahrtsort Lourdes und schließlich nach Metz weiter. An allen Orten der Reise sind Gottesdienste geplant.
Das Bischofstreffen im Vatikan anlässlich des zehnten Jahrestags von "Amoris laetitia" wird von vielen Beobachtern mit Spannung erwartet.
Am 8. Oktober feiert Leo XIV. um 18 Uhr im Petersdom den Gottesdienst zum Auftakt des Akademischen Jahres der Päpstlichen Universitäten in Rom. An ihm nehmen traditionell zahlreiche Studierende und Lehrende teil.
Zur klassischen Generalaudienz-Zeit, nämlich mittwochs um 10 Uhr, leitet der Papst am 14. Oktober auf dem Petersplatz eine Messe. Sie beschließt das Bischofstreffen zum zehnten Jahrestag des Apostolischen Schreibens "Amoris laetitia" von Papst Franziskus (2013–2025). Bei der Konferenz zum Thema Ehe und Familie (7.–14. Oktober) soll auch über angemessene Seelsorge in schwierigen familiären Situationen wie Trennung und Scheidung diskutiert werden, wie der Vatikan zuvor mitteilte.
Spannendes Bischofstreffen zu Ehe und Familie
In dem innerkirchlich umstrittenen Dokument hatte Franziskus erstmals die Möglichkeit eröffnet, unter bestimmten Bedingungen auch Paare zu den Sakramenten zuzulassen, die nach einer Scheidung in zweiter Zivilehe verheiratet sind. Dies hatten vor allem konservative Kardinäle scharf kritisiert. Zudem hatte der Papst in dem Dokument gefordert, die Kirche solle sich Paaren zuwenden, die ohne Eheschließung zusammenleben. Diese Form des Zusammenlebens ist nach katholischer Sexualmoral nicht zulässig.
An der Konferenz werden die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen sowie die Oberhäupter der mit Rom verbundenen Ostkirchen teilnehmen. Insgesamt sind das 132 Bischöfe, Erzbischöfe und Patriarchen. Auf Wunsch des Papstes sollen auch einige Familien teilnehmen und von ihrem Leben berichten. (KNA)
