Erstmals hat Gemeinde dauerhaftes Zuhause

Neue katholische Kirche in Island eingeweiht

Veröffentlicht am 06.09.2026 um 10:17 Uhr – Lesedauer: 

Reykjavik ‐ Die Inselrepublik Island hat ein neues katholisches Gotteshaus. Finanziert wurde der Bau unter anderem mit Hilfe aus Deutschland.

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Im dünn besiedelten und mehrheitlich protestantisch geprägten Island ist eine neue katholische Kirche eingeweiht worden. In Selfoss im Süden des Landes wurde am Samstag nach mehr als zweijähriger Bauzeit das Gotteshaus "Heilig Kreuz" eröffnet. Rund 600 Menschen nahmen an der Zeremonie mit dem Bischof von Reykjavik, David Tencer, teil.

Der Neubau mit Gemeindezentrum und Priesterwohnung kostete umgerechnet gut vier Millionen Euro. Erstmals verfügt die junge katholische Gemeinde von Selfoss damit über ein eigenes dauerhaftes Zentrum. Bisher wurden Gottesdienste in angemieteten Räumen und einer kleinen Kapelle gefeiert. Rund 1.000 Katholiken leben in der Region, landesweit sind rund 15.900 Menschen katholisch.

Der Kirchenbau wurde vom deutschen Bonifatiuswerk und dem Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe mit mehr als 1,1 Millionen Euro unterstützt. Die katholische Kirche ist in Island eine kleine, stark von Migration geprägte Diasporakirche. Der Priester in Selfoss stammt von den Philippinen. (KNA)