Drei deutsche Bischöfe bei "Marsch für das Leben" dabei

Am "Marsch für das Leben", der am 19. September gleichzeitig in Berlin und Köln stattfindet, werden nach derzeitigem Stand drei deutsche Bischöfe teilnehmen. Neben dem Regenburger Bischof Rudolf Voderholzer hätten auch der Regensburger Weihbischof Josef Graf und Eichstätts emeritierter Bischof Gregor Maria Hanke ihre Teilnahme an der Veranstaltung in Berlin zugesagt, teilte der Bundesverband Lebensrecht (BVL) als Organisator am Mittwoch mit. Mit ihrer Teilnahme unterstützten die Geistlichen "die Lebensrechtsbewegung und die gemeinsamen, wichtigen bioethischen Anliegen".
Nach Angaben des BVL unterstützen weitere Bischöfe den "Marsch für das Leben" mit Grußworten. Kardinal Rainer Maria Woelki etwa würdigt in seinem Grußwort den Einsatz des Verbandes "für eine Kultur des Lebens, des Hinsehens und der konkreten Hilfe". An die Teilnehmer des Marsches gerichtet schreibt der Kölner Erzbischof: "Ihr Kommen ist ein öffentliches Bekenntnis gegen Gleichgültigkeit und für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch willkommen ist. Möge dieser Marsch ein starkes Signal senden – in unsere Städte, in Politik und Gesellschaft, in unsere Gemeinden und nicht zuletzt in unsere eigenen Herzen."
Der "Marsch für das Leben" findet laut BVL seit 2002 jeweils am dritten Samstag im September in Berlin und seit wenigen Jahren parallel auch in Köln statt. Nach Angaben des Verbandes ist der Marsch "die größte deutsche Pro Life-Veranstaltung", die Themen wie Leihmutterschaft, assistierten Suizid, vorgeburtliche Bluttests oder Abtreibung "einmal im Jahr mit einem großen Bekenntnis zur universalen Menschenwürde in die Öffentlichkeit" bringt. Innerhalb der katholischen Kirche ist die Veranstaltung jedoch umstritten. Kritiker beklagen etwa, dass auch rechtsextreme Aktivisten an dem Marsch teilnehmen. (stz)