Neue Regionaloberin

Visitation bei Erlöserschwestern führt zu neuen Leitungsplänen

Veröffentlicht am 09.09.2026 um 15:20 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Nach der Apostolischen Visitation stehen bei den Würzburger Erlöserschwestern Veränderungen an. Unter anderem geht es um einen neuen Leitungsstil und einen kritischen Blick auf die Finanzen.

  • Teilen:

Infolge der Apostolischen Visitation bei den Würzburger Erlöserschwestern sollen diese eine neue Regionaloberin bekommen. Zudem werde ein stärker partizipativer Stil in der Leitung angestrebt, teilte die Ordensgemeinschaft am Mittwoch mit. Vor allem jüngere Schwestern sollten mehr in die Verantwortung eingebunden werden.

Das Amt der Regionaloberin hat seit Juni Monika Edinger inne. Laut der Gemeinschaft soll eine Nachfolgerin bestimmt werden, die nicht dem Generalrat des Ordens angehört. Denn zwischen internationaler Generalleitung und der Leitung des deutschen Kongregationsgebietes solle nach außen stärker unterschieden werden.

Auch sollen Informationen künftig klarer strukturiert kommuniziert werden, heißt es. Zudem werde die Arbeit an der Erneuerung der Konstitutionen des Ordens – gewissermaßen dessen Satzung –, die bereits begonnen hat, weiter vorangetrieben. Darüber hinaus würden finanzielle Strukturen kritisch überprüft, teilte die Gemeinschaft mit. Die wirtschaftliche Situation des Ordens war ebenso Teil der Visitation wie das geistliche und liturgische Leben der Gemeinschaft und die Leitung durch die frühere Generaloberin. Man sei zuversichtlich, die Maßnahmen zeitnah umsetzen zu können, hieß es.

Visitation im Sommer

Die Apostolische Visitation bei der Gemeinschaft war im Mai angekündigt worden. Dabei untersuchen vom Papst beauftragte, mit besonderen Rechten ausgestattete Prüfer bei innerkirchlichen Konflikten, Finanzskandalen oder vermuteten Rechtsbrüchen in einem Bistum oder in einer Ordensgemeinschaft den Sachstand und bewerten ihn.

Die Erlöserschwestern haben Niederlassungen in Deutschland, den USA und in Tansania. Das Mutterhaus des Ordens befindet sich in Würzburg. Der Orden geht auf eine Gründung von Mutter Alfons Maria Eppinger (1814–1867) zurück. Die Schwestern sind unter anderem in der Alten- und Krankenpflege sowie in der Erziehung und Ausbildung tätig. Die Gemeinschaft untersteht direkt dem Papst. (KNA)