Subsidiarität und Zusammenarbeit

Papst erinnert an gemeinsame Verantwortung für Technologie

Veröffentlicht am 12.09.2026 um 13:47 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Technischer Fortschritt verändert die Welt. Doch wie soll die Gesellschaft damit umgehen? Papst Leo XIV. fordert Dialog und gemeinsame Verantwortung. Unterschiede seien als Chance zu begreifen, so der Pontifex.

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Papst Leo XIV. hat angesichts des technologischen Fortschritts zu gemeinsamer Verantwortung aufgerufen. Diese sei so groß, dass sie die Möglichkeiten einzelner Institutionen übersteige. Deshalb müsse man sich auf die Subsidiarität besinnen, also das Prinzip der Eigenverantwortung beteiligter Akteure bei gleichzeitiger Zusammenarbeit, sagte er vor Teilnehmern eines amerikanischen Nord-Süd-Dialogforums am Samstag in Rom. "Eine Agenda der geteilten Verantwortung kann gerade dazu beitragen, dass legitime Unterschiede nicht zu einer Zersplitterung führen", so Leo XIV. Man müsse auch dann im Gespräch bleiben, wenn gegensätzliche Interessen aufeinanderträfen und Zugeständnisse nötig seien.

An staatliche Institutionen stellte der Papst die Anforderung, bei der Regulierung Schutz- und Freiheitsinteressen abzuwägen. Unternehmen müssten Arbeit und Würde als Maßstäbe anerkennen. Bürger sollten Verantwortung, Mäßigung, Unterscheidungsvermögen und Wahrheitssinn pflegen. Vom Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung geleitet, könnten Spannungen und Unterschiede zu kreativen Kräften werden, meinte der Papst. Dazu brauche es auch eine Verhandlungskultur, um neue Wege aufzuzeigen. (KNA)