"Nur die Vergebung befreit"

Papst Leo XIV.: Ohne Vergebung kein Frieden

Veröffentlicht am 13.09.2026 um 12:21 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Vergeben ist nicht immer leicht. Doch ohne Vergebung drohen Konflikte, Groll und Rache, warnt Papst Leo XIV. Er rief am Sonntag auf dem Petersplatz dazu auf, den ersten Schritt zu wagen –auch wenn es schwerfalle.

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Papst Leo XIV. hat Christen an den Wert der Vergebung erinnert. Sie sei unverzichtbar für ein Leben in Frieden, sagte der Papst am Sonntag auf dem Petersplatz. Ohne sie entstünden früher oder später im Herzen und zwischen den Menschen Konflikte, Vorwürfe, Groll und Rache. Dies zerstöre Beziehungen, spalte Familien und löse Kriege aus. "Nur die Vergebung befreit und bringt wieder neues Licht, auch dort, wo die materielle und moralische Armut des Menschen für einen Moment den Horizont verdunkelt und den Weg unsicher gemacht hat."

Vergebung vertreibe selbst die dichtesten Wolken, bis die Sonne wieder zum Vorschein komme, führte Leo XIV. aus. Er appellierte dazu, den ersten Schritt zu tun, auch wenn es schwerfalle, "und mit Mut und Ausdauer das heitere und heilende Licht der Liebe zu verbreiten, das den Hass besiegt und jeden Groll entwaffnet".

Leo XIV. erinnerte auf dem Petersplatz zudem an die islamistischen Terroranschläge in den USA vor 25 Jahren. "Ich erneuere meine Gebete für diejenigen, die ihr Leben verloren haben, und für diejenigen, die weiterhin unter den Wunden dieses tragischen Tages leiden", sagte der gebürtige US-Amerikaner. Die Ereignisse vom 11. September 2001 sollten Ansporn sein, sich verstärkt für Frieden in der Welt einzusetzen. Bei Terroranschlägen in New York und Washington starben damals fast 3.000 Menschen. (stz/KNA)