Gemeindepfarrer besonders grausam umgebracht

Strafmaß noch verschärft: 30 Jahre Haft für Raubmord an Priester

Veröffentlicht am 24.09.2026 um 10:20 Uhr – Lesedauer: 

Katowice ‐ Er wollte von einer Pfarrei in Polen die Weihnachts-Spendengelder rauben, fesselte einen Priester und erstickte ihn. Der Mörder muss nun 30 Jahre ins Gefängnis.

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Wegen Ermordung eines Priesters bei einem Raubüberfall hat ein Berufungsgericht in Polen einen 52-Jährigen zu 30 Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte habe den Gemeindepfarrer besonders grausam umgebracht, sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch in Kattowitz (Katowice) laut polnischen Medien. Dem Geistlichen seien in der Garage des Pfarrhauses die Hände mit Kabelbinder gefesselt und Mund und Nase so zugeklebt worden, dass er mehrere Minuten lang unter Erstickungsqualen gelitten habe.

Der 58 Jahre alte Priester soll Anfang Februar 2025 in einer Messe gesagt haben, dass bei der wochenlangen Weihnachtssammlung der Pfarrei in der schlesischen Kleinstadt Klobuck bei Tschenstochau (Czestochowa) umgerechnet knapp 20.000 Euro gesammelt wurden. Auf dieses Geld war der Angeklagte kurz darauf an einem Abend aus, wie es hieß. Er wurde jedoch von Polizisten auf der Flucht in der Nähe des Tatorts festgenommen. Nachbarn hatten Hilferufe gehört und die Polizei alarmiert.

Das Berufungsgericht verschärfte die Haftstrafe von 20 auf 30 Jahre. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert. Der Verteidiger des Angeklagten beantragte hingegen ein milderes Urteil als in der ersten Instanz. Er argumentierte, der Tod des Priesters sei keine Absicht, sondern ein Unfall gewesen. (KNA)