Kardinal Marx von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen
Papst Leo XIV. hat den Münchner Kardinal Reinhard Marx in Privataudienz empfangen. Das teilte das vatikanische Presseamt am Donnerstag mit. Marx wurde dabei als Erzbischof von München und Freising und als Koordinator des vatikanischen Wirtschaftsrats bezeichnet. Wie üblich gab es keine weiteren Angaben zu den Inhalten des Gesprächs.
Es war nicht die erste Audienz von Marx beim Kirchenoberhaupt: Seit 2014 ist der Kardinal Koordinator des von Papst Franziskus (2013–2025) eingerichteten vatikanischen Wirtschaftsrats. In dieser Eigenschaft trifft er mehrfach im Jahr mit dem Papst zusammen. Zuletzt etwa im vergangenen Mai. Im August hatte Papst Leo XIV. Marx in seiner Rolle als Koordinator des Wirtschaftsrats bestätigt, ebenso seine Stellvertreterin, die deutsche Juraprofessorin Charlotte Kreuter-Kirchhof.
Die Audienz fand wenige Tage nach Marx' 73. Geburtstag statt. Im katholisch.de-Interview sagte der Münchner Erzbischof am Montag, Papst Leo XIV. mache seine Sache "völlig richtig". "Wenn ich mit ihm spreche, merke ich: Er ist ein sehr zuhörender Mensch", so Marx. Der Papst sei kein autokratischer Herrscher, sondern das Fundament der Einheit in der Kirche. "In einer synodalen Kirche trägt er Sorge dafür, dass viele den Weg der Kirche gemeinsam gehen können. Das ist Papst Leo ein großes Anliegen – und dazu braucht es gewiss auch Geduld", sagte der Kardinal. "Er strahlt auf mich eine vornehme und große Gelassenheit aus. Für einen Papst eine gute Haltung." (cbr)
