Ohne Kirche wäre die Welt sehr dunkel

Carolin Kebekus: Bleibe katholische Christin trotz Kirchenaustritt

Veröffentlicht am 25.09.2026 um 09:35 Uhr – Lesedauer: 

Frankfurt ‐ Sie ist bekannt für ihre Kritik an der katholischen Kirche und trat vor 13 Jahren aus ihr aus: Dennoch sieht sich Komikerin Carolin Kebekus weiter als Katholikin – und möchte die Kirche nicht missen.

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Die Komikerin Carolin Kebekus hat ein zwiespältiges Verhältnis zur Kirche. "2013 bin ich aus der Kirche ausgetreten, eine katholische Christin aber bleibe ich", sagte die 46-Jährige dem evangelischen Monatsmagazin "chrismon" (Oktober-Ausgabe). Trotz ihrer Kritik an patriarchalen Strukturen und dem Umgang mit Missbrauchsbetroffenen liege ihr etwas daran, dass Kirche nicht verschwindet. Ohne Kirche wäre die Welt sehr dunkel, sagte Kebekus. Gott sei für sie Liebe, "so eine große Kraft". Man spüre sie lebensübergreifend, auch über den Tod hinaus.

Kebekus, die vor zwei Jahren Mutter wurde, fürchtet nach eigenen Worten den Tod nicht. "Dann ist halt Feierabend", sagte sie und fügte hinzu: "Die Vorstellung ewig zu leben, finde ich schlimmer." Irgendwann sei es gut, Platz zu machen. "Mit dem Kind ist es natürlich etwas anderes, man will so viel von ihm miterleben als möglich", sagte die Künstlerin. Es wäre schrecklich, wenn sich ihr Leben aus irgendeinem Grund verkürzte. (epd)