Leo XIV. im französischen Metz

Jugendliche: Die Atmosphäre beim Papstbesuch war unbeschreiblich

Veröffentlicht am 29.09.2026 um 12:50 Uhr – Von Christina Denk – Lesedauer: 

Metz ‐ Papst Leo XIV. war am letzten Tag seiner Frankreichreise nahe der deutsch-französischen Grenze zu Gast. Drei Jugendliche aus dem Bistum Trier waren dabei und berichten von Gänsehautmomenten.

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Winkend standen Frauen, Männer und Kinder am Montagnachmittag im französischen Metz am Straßenrand. "Papa Leo!", riefen sie laut, während der Papst in seinem weißen Papamobil durch die Straßen fuhr und für eine unbeschreibliche Atmosphäre sorgte. Weitere spontane Gesänge und Rufe waren zu hören. "Es wurde unfassbar laut, die Arme gingen hoch", beschreibt der 20-jährige Janis Schmitt im Nachgang die Stimmung. Die 19-jährige Lisa Fecht schildert ihre Erinnerungen so: "Alle haben geklatscht und man hat gemerkt: 'Er kommt jetzt näher.' Da war ich auch ganz aufgeregt". "Ich hätte mir nicht vorgestellt, dass die Aufregung so stark wäre", fügte der 18-jährige Francesco Piu Miceli Sopo hinzu. Für Schmitt war es “ein Gänsehautmoment". 

Die drei waren mit ihrer Gruppe der Kirche der Jugend eli.ja aus Saarbrücken nach Metz gekommen. 40 Jugendliche und junge Erwachsene mit Begleitpersonen und Gemeindereferenten hatten dabei ein Ziel: Sie wollten den Papst sehen! Teils zum ersten Mal in ihrem Leben. Und dabei die Gemeinschaft mit so vielen Pilgerinnen und Pilgern erfahren.

Jugendliche spüren starke Gemeinschaft beim Papstbesuch

In Metz hatten sie sich einen Platz direkt vor der Kathedrale Saint-Étienne gesichert, während das Oberhaupt der katholischen Kirche durch die Menge fuhr, den Menschen winkte und sie segnete. Fecht begeisterte besonders, "wie herzlich er war – auch zu den Kindern". Die Begegnungen verfolgte sie über die große Leinwand auf dem Platz. Denn direkt bei ihnen vorbei kam der Papst nicht. Aber auch so sei es besonders gewesen, "mit so vielen Leuten zusammen sich das anzuschauen und die Atmosphäre des Papstes zu spüren", sagte die 19-Jährige. "Es ist mir nochmal deutlich geworden, wie wir als katholische Christenheit durch den Papst vereint sind", erklärte unterdessen Miceli Sopo. Er habe das Glück gehabt, den Papst durch die Menge sehen zu können. Der 18-Jährige überlegte und sagte dann bewusst: "Das hat gereicht."

Ein Plakat zum Papstbesuch in Metz, auf dem Papst Leo winkt.
Bild: ©Birgit Wilke/KNA

Papst Leo XIV. wurde in Metz von vielen Gläubigen aus Frankreich und Gruppen aus den benachbarten deutschen Bistümern erwartet.

"Man hat gespürt: Da sind so viele Menschen, die aus dem Glauben verbunden sind, aus ganz vielen Nationen. Das war einfach ein total schönes Erlebnis", betonte auch Gemeindereferentin Rebecca Benahmed, die die Gruppe begleitete. Sie wollte gemeinsam mit ihren Kollegen mit der Fahrt den jungen Menschen genau diese Chance geben: den (neuen) Papst und die Atmosphäre aus nächster Nähe zu erleben.

Leo XIV. begeistert die Jugendlichen mit seiner Predigt

Im Anschluss an die Fahrt durch die Altstadt von Metz feierte Papst Leo XIV. eine Messe in der Kathedrale. Bischöfe, Kardinäle und tausende Gläubige verfolgten den Gottesdienst in der Kirche und auf den Straßen. Über die Leinwände vor der Kirche konnten auch die Jugendlichen aus Saarbrücken die Worte des Papstes hören.

Auf einem großen Bildschirm ist Papst Leo XIV. zu sehen. Er predigt mit einem Zettel in der Hand. Vor dem Bildschirm stehen viele Menschen.
Bild: ©privat

Die Messe mit Papst Leo XIV. in Metz haben die jungen Erwachsenen aus Saarbrücken über eine Leinwand mitgefeiert.

"Ich fand schön, wie der Papst über Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gesprochen hat", sagte Miceli Sopo, der französisch versteht und parallel für seine Freunde übersetzt hatte. Als die jungen Erwachsenen mit ihrer Gruppe wieder im Bus saßen und am Telefon von ihren Erlebnissen erzählten, schien ein ähnliches Gefühl zu bleiben. "Ich glaube, diese Messe hat mich sehr bestärkt, auch in meinem Glauben", erinnerte sich Miceli Sopo. Auch Fecht fühle sich bestärkt und sagte: "Ich bin einfach glücklich, dass ich das miterleben durfte." Schmitt fahre mit "einer gewissen Zufriedenheit" heim, "Stolz das miterlebt zu haben". Was bleibt? Die"Vorfreude auf das nächste Mal". 

Der viertägige Frankreichbesuch von Papst Leo XIV. hatte am Freitag begonnen. Neben Besuchen und Gesprächen feierte der Papst in Paris auf der Place de La Concorde sowie auf den Champs-Élysées einen Gottesdienst mit knapp 800.000 Menschen. Anschließend folgte ein Besuch im Marienwallfahrtsort Lourdes vor 150.000 Menschen, bei dem Papst Leo unter anderem für die Überwindung der Kriege betete und den Opfern von Missbrauch gedachte. Am Wallfahrtsort traf er sich auch mit den rund 120 Mitgliedern der Französischen Bischofskonferenz sowie mit sieben Missbrauchsbetroffenen. Der Besuch in Metz bildete das Ende seiner viertägigen Frankreichreise.

Von Christina Denk