Eröffnung von weltweiter Aktion

Papst betet mit Hunderten Kindern Rosenkranz für den Frieden

Veröffentlicht am 01.10.2026 um 19:15 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Das Rosenkranzgebet hat eine lange Tradition in der katholischen Kirche. Im Wechsel werden das Vaterunser, das Ave Maria und Sätze aus dem Leben der Muttergottes gebetet. Dies tat der Papst am Donnerstag mit 700 Kindern.

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Papst Leo XIV. hat gemeinsam mit rund 700 Jungen und Mädchen die weltweite Aktion "Eine Million Kinder beten den Rosenkranz" eröffnet. Am Donnerstagabend in den Vatikanischen Gärten rief er die Kinder aus römischen Schulen und Pfarreien dazu auf, Jesus und Maria um das Geschenk des Friedens zu bitten. "Frieden für alle Kinder der Welt, besonders für jene, die in Kriegsgebieten leben, in vielen Ländern der Erde", so der Papst.

Er erinnerte daran, dass im Rahmen des Projekts der päpstlichen Stiftung "Kirche in Not" eine ganze Woche lang weltweit eine Million Kinder mitbeten. "Stellt euch vor: 50 Millionen Ave Maria steigen aus allen Teilen der Erde und in allen Sprachen zum Himmel empor, bitten um Frieden und vereinen sich wie in einem einzigen, riesigen Rosenkranz, um alle Kontinente, Völker und Nationen des Planeten zu umfassen und zu verbinden", sagte der Papst. 

Gebet ist Verpflichtung, "gut zu sein"

Mit dem Rosenkranzgebet verpflichteten sich alle, "gut zu sein" und sich gut zu benehmen: zu Hause, in der Schule, im Religionsunterricht, mit den Eltern, mit allen, auch beim Spielen und Sport. "Denn Gebete müssen immer von guten Taten, von Gesten der Liebe begleitet werden. So wächst der Frieden!", sagte Leo XIV.

Bei seiner Ansprache vor der Lourdesgrotte dankte er Kurienkardinal Kurt Koch, Präfekt der Vatikanbehörde zur Förderung der Einheit der Christen, für seine einführenden Worte und seinen Appell für den Frieden, sowie der Stiftung "Kirche in Not" für ihre Initiative. Der Oktober gilt als sogenannter "Rosenkranzmonat", in dem das traditionsreiche Gebet besonders gepflegt wird.

Gemeinsam mit Kindern aus Kriegsgebieten

Anschließend beteten die Kinder gemeinsam mit dem Papst den Rosenkranz, legten Blumen nieder und erinnerten in verschiedenen Sprachen an das Schicksal Gleichaltriger in Kriegsgebieten. Dazu wurden auch kurze Filme aus verschiedenen Ländern eingespielt.

Die Aktion "Eine Million Kinder beten den Rosenkranz" dauert eine Woche; Abschluss ist das Fest "Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz" am 7. Oktober. Sie verbindet Teilnehmer aus unterschiedlichen Regionen und auch aus Ländern, die von Krieg, Armut oder Instabilität betroffen sind. Die Initiative entstand 2005 in Venezuela und wird seit mehr als 20 Jahren von "Kirche in Not" weltweit begleitet. (KNA)