Trump-Kritikerin Budde kündigt Rückzug als Bischöfin an
Die Trump-Kritikerin und Washingtoner Bischöfin Mariann Edgar Budde geht. Die international durch ihre kritische Predigt im Gottesdienst zur Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump bekanntgewordene anglikanische Bischöfin erklärte in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Brief, nach 15 Jahren sei es an der Zeit, "mit den Vorbereitungen für die Wahl Ihres nächsten Bischofs zu beginnen". Diese Entscheidung habe sie nicht leichtfertig getroffen. Auch werde es ihr nicht leichtfallen, sich von der Diözese zu verabschieden, die sie liebe.
Budde hatte Trump bei dessen Amtseinführung um Erbarmen für Migranten gebeten, für schwule, lesbische und transsexuelle Kinder und "alle, die jetzt Angst haben". Die Predigt hatte weltweit Schlagzeilen gemacht.
Die Wahl eines Bischofs erfordere Zeit und erheblichen Aufwand, schrieb Budde weiter. So solle der neue Diözesanbischof am 29. Januar 2028 gewählt werden. Mit der Weihe des Nachfolgers am 3. Juni 2028 ende dann ihre eigene Amtszeit als Bischöfin. Weitere Gründe nannte sie für ihren Rückzug nicht. Die Bischöfin betonte allerdings: "Ich hoffe, Sie wissen, dass es eine der großartigen Segnungen meines Lebens ist, als Ihre Bischöfin zu dienen." (KNA)
