Papst würdigt Franz von Assisi zum 800. Todestag als Friedensbringer
Papst Leo XIV. hat den heiligen Franziskus zu seinem 800. Todestag als Vorbild der Liebe und des Friedens gewürdigt. Franz von Assisi bringe auch heute noch reiche Frucht, sagte er am Sonntag auf dem Petersplatz. Ausdruck dessen seien die vielen Anhänger des heiligen Franziskus in verschiedenen Ordensgemeinschaften sowie "die vielen Gaben, die sein geistliches Erbe im Volk Gottes verbreitet". Heute berufen sich weltweit mehr als 100.000 Ordensleute auf den mittelalterlichen Wanderprediger.
Leo XIV. verwies auch auf die parallel stattfindenden Feiern in Assisi, unter anderen mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und dem Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz Kardinal Matteo Zuppi. Franziskus ist Nationalheiliger Italiens. Daneben gilt er als Patron des Tier- und Umweltschutzes.
Nächstenliebe statt Zwietracht
Der Papst beschrieb den Ordensgründer, der um 1182 als Kaufmannssohn im mittelitalienischen Assisi geboren wurde und am 3. Oktober 1226 dort starb, als "Mensch inbrünstigen Gebets und voller Nächstenliebe gegenüber allen". Seine ersten Ordensbrüder hätten sein Leben in Armut als Bedingung für eine Reform der Kirche geteilt. Franziskus habe die Kirche durch den Glauben an Christus wiederaufgebaut "und die Risse der Zwietracht durch das Zeugnis geschwisterlicher Liebe geheilt".
Gläubige sollten nach den Worten Leos XIV. "beharrlich um die Gabe des Friedens bitten" und sich "aufrichtig dafür einsetzen, Eintracht unter den Völkern herzustellen". Der Papst selbst hatte Assisi Anfang August anlässlich eines franziskanischen Jugendtreffens besucht. Zum 40. Gebetstreffen der Weltreligionen für den Frieden, das Johannes Paul II. im Jahr 1986 initiiert hatte, wird Leo XIV. am 27. Oktober erneut in Assisi erwartet. (KNA)
