Nachfolgerin von Erzbischof

Ordensfrau wird Leiterin der Päpstlichen Missionswerke

Veröffentlicht am 08.10.2026 um 16:05 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Papst Leo XIV. überträgt der früheren Präsidentin der Generaloberinnen-Union eine zentrale Führungsaufgabe in der weltweiten Missionsarbeit der katholischen Kirche. Die Irin folgt auf mehrere Erzbischöfe aus Italien.

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Die irische Ordensfrau Mary Teresa Barron (57) wird Präsidentin der Päpstlichen Missionswerke. Zusätzlich ernannte Papst Leo XIV. sie am Donnerstag zur beigeordneten Sekretärin der vatikanischen Evangelisierungsbehörde. Barron übernimmt ihre neuen Aufgaben am 4. Januar.

Die Päpstlichen Missionswerke bestehen aus vier Werken: dem Werk für Glaubensverbreitung, der Kindermissionsbewegung (Sternsinger), dem Werk des heiligen Petrus und der Missionsunion. Die Einrichtungen fördern missionarische Bewusstseinsbildung und unterstützen die Evangelisierung sowie junge Ortskirchen weltweit.

Barron wurde am 7. November 1968 im Küstenort Donegal im Nordwesten Irlands geboren. Sie studierte in Dublin öffentliche Gesundheitsverwaltung und internationale Entwicklung, ehe sie bei den Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln eintrat. Die 1876 gegründete weltweit tätige Ordensgemeinschaft ist besonders in Afrika aktiv.

"Teil der langen irischen Missionsgeschichte"

Ihre Ernennung wertete Barron im Gespräch mit dem irischen Portal "Donegal Live" am Donnerstag auch als Teil der langen irischen Missionsgeschichte. "Als irische Missionarin bin ich mir besonders bewusst, dass ich in einer bemerkenswerten Tradition stehe, die so viel zum Leben der Weltkirche beigetragen hat", sagte sie. Irische Missionare hätten über Generationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und anderen Regionen gewirkt, Schulen und Krankenhäuser aufgebaut und lokale Kirchen unterstützt.

Barron folgt auf den italienischen Erzbischof Samuele Sangalli (59), der seit 2024 als Präsident der Päpstlichen Missionswerke tätig war. Zuvor hatte seit Dezember 2022 Erzbischof Emilio Nappa die Präsidentschaft inne, bevor er als Generalsekretär zum Governatorat der Vatikanstadt wechselte. (KNA)