Marx: "Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
Der Münchner Kardinal Reinhard Marx will vor einer Versammlung seiner Diözese erstmals Rechenschaft über seine Tätigkeit ablegen und Ziele für die kommenden Jahre bekanntgeben. Dies werde am 13. März 2027 geschehen, kündigte Marx am Wochenende bei der Herbstvollversammlung des Münchner Diözesanrats der Katholiken in Ohlstadt an. Die Diözesanversammlung werde im Wesentlichen aus den beratenden Gremien des Erzbistums bestehen.
Der Rechenschaftsbericht erfolge in Übereinstimmung mit den Beschlüssen des Synodalen Wegs in Deutschland und dem Abschlussdokument der Weltsynode, fügte der Kardinal hinzu. Er sei überzeugt, dass die Kirche unterschiedliche Perspektiven auf Synodalität "gut miteinander in Verbindung bringen kann".
Neue Aktivität
Marx sagte, er blicke trotz globaler Krisen und bedrückender Zeiten auch in der Kirche mit Hoffnung in die Zukunft. Die Kirche sei "kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut". In den Pfarreien und in den Gremien stelle er "neue Aktivität, neues Selbstbewusstsein" fest und eine Einstellung, die "nicht resignativ ist, sondern positiv". Durch verschiedene Reformen sei die Kommunikation über alle Ebenen hinweg viel intensiver.
Der Diözesanrat bestätigte per Wahl seinen Vorsitzenden Armin Schalk (59) für eine zweite Amtszeit von vier Jahren. Der Ingenieur leitet die deutsche Niederlassung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe im Hochtechnologiesektor. Schalk sagte: "Es ist gerade eine unheimlich spannende Zeit in der Weltkirche." Sowohl in Rom wie in Deutschland entwickle sich gerade sehr viel weiter. (KNA)
