Nach Entscheidung der Bundesregierung

Caritas hält Tankrabatt für Fehlentscheidung

Veröffentlicht am 01.10.2026 um 13:10 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Der Deutsche Caritasverband kritisiert den beschlossenen Tankrabatt als klimapolitisch und sozial falsch. Statt fossile Brennstoffe zu bezuschussen, solle der Staat besser den öffentlichen Nahverkehr ausbauen.

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Der erneute Tankrabatt ist für den Deutschen Caritasverband ein Drehen an der falschen Stellschraube. "Der Tankrabatt als Bezuschussung fossiler Brennstoffe bei gleichzeitiger Preiserhöhung für das Deutschlandticket ist eine ökonomische und klimasozialpolitische Fehlentscheidung", sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa am Donnerstag in Berlin. Stattdessen brauche es einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem mit Blick auf Familien.

Die gestern mit Verweis auf gestiegene Personal- und Energiekosten vorgestellte Preiserhöhung für das Deutschlandticket sei Ausdruck fehlenden politischen Willens. Die Zuschüsse von Bund und Ländern seien hier auf jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr gedeckelt, dabei zeige der Tankrabatt, dass es finanzielle Spielräume gegeben hätte. "Für dieses nachweislich nicht wirksame, kurzfristige Instrument werden 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, obwohl damit die Spritpreise nicht effizient gesenkt und vielmehr die Gewinne der Erdölbranche gesteigert werden", beklagte Welskop-Deffaa. (stz/KNA)