Nach einer Amtszeit

EKD-Synodenpräses Heinrich stellt sich nicht zur Wiederwahl

Veröffentlicht am 01.10.2026 um 16:56 Uhr – Lesedauer: 

Frankfurt am Main ‐ Anna-Nicole Heinrich will ihr Amt als Präses der EKD-Synode im nächsten Jahr aufgeben. Sie habe das Amt "als verlässliches Engagement für eine begrenzte Zeit verstanden", sagt die 30-Jährige in einem Interview.

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Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, will das Amt im nächsten Jahr aufgeben. "Sechs Jahre sind gerade in meinem Lebensabschnitt eine lange Zeit. Da darf es am Ende dieser Amtszeit für mich auch gut sein", sagte die 30-Jährige am Donnerstag dem Magazin "Die Eule". Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) sagte sie: "Ich habe mein Amt als verlässliches Engagement für eine begrenzte Zeit verstanden."

Heinrich war 2021 im Alter von 25 Jahren zur bislang jüngsten EKD-Synodenpräses gewählt worden. "Wir haben als Synode mit meiner Wahl zur Präses konsequent unseren Weg fortgesetzt, junge Menschen in Verantwortung zu bringen", sagte sie der "Eule": "Auf allen Ebenen unserer evangelischen Kirche sind wir damit in den letzten Jahren weit vorangekommen."

Wissing als Nachfolger gehandelt

Die Synode der EKD konstituiert sich im nächsten Jahr neu und wählt dann eine oder einen neuen Präses. Die Person leitet die Tagungen des Kirchenparlaments, vertritt diese in der Öffentlichkeit und ist Mitglied im Rat der EKD. Die Synode repräsentiert die evangelischen Christen in Deutschland und besteht aus 128 Mitgliedern. Von ihnen werden für eine Amtszeit von sechs Jahren 100 durch die Synoden der 20 Landeskirchen gewählt, 28 Synodale beruft der Rat, zumeist Personen des öffentlichen Lebens und kirchlicher Werke.

Als Nachfolger Heinrichs wird der frühere Verkehrsminister und langjährige FDP-Politiker Volker Wissing gehandelt. Nach dem Bruch der Ampelkoalition im November 2024 war der 56-Jährige aus der FDP ausgetreten. Nach FAZ-Informationen soll der Rechtsanwalt im November zunächst von der Landeskirche in seiner pfälzischen Heimat zum EKD-Synodalen gewählt werden. Die Wahl könnte dann im April 2027 erfolgen. (stz/epd/KNA)

1.10., 18:03 Uhr: ergänzt um den Absatz zu Volker Wissing.