Standpunkt Standpunkt Von Montag bis Freitag kommentieren täglich Autorinnen und Autoren über aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Hier können Sie die Standpunkte nachlesen.
Standpunkt "Erstes" statt "Altes" Testament: Endlich – und doch nicht genug Papst Leo XIV. setzt mit dem Begriff "Erstes" Testament ein wichtiges Zeichen gegen antijüdische Denkmuster. Katrin Brockmöller plädiert dafür, auch die Evangelien neu und frei von theologischen Vorurteilen zu lesen.
Standpunkt Was ist nötig, damit sich jemand Neues in der Kirche willkommen fühlt? Papst Leo staunt über das neue Interesse am Glauben in Frankreich. Theresia Kamp fragt: Sind unsere Gemeinden in Deutschland bereit, wenn Suchende anklopfen? Im Urlaub hat sie erfahren, dass es dafür nicht viel braucht.
Standpunkt Organspende muss einfacher werden In der Debatte um die Organspende befürworten die großen Religionen aus guten Gründen das bestehende Modell, betont Christof Haverkamp. Doch die Registrierung müsse dringend vereinfacht werden.
Standpunkt Was beim Papstbesuch nicht zu sehen sein wird Kurz vor dem Papstbesuch verdeckt Frankreich Mosaike von Marko Rupnik, der des Missbrauchs beschuldigt wird. Schwester Gabriela findet das richtig – und kritisiert den Rest der Weltkirche für ihren Umgang mit der Kunst.
Standpunkt Die kirchliche Brandmauer zur AfD muss bleiben Die AfD gewinnt weiter an Zustimmung. Das lässt in der Kirche Zweifel an der bisher klaren Abgrenzung gegenüber der Partei wachsen. Doch Steffen Zimmermann meint: Gerade jetzt muss die Kirche standhaft bleiben.
Standpunkt Das Bischofsamt sollte verantwortungsvoller werden Kürzlich forderte Thomas Schüller, die Amtszeit der Diözesanbischöfe zu begrenzen. Was auf den ersten Blick eingängig klingt, ist für Thomas Arnold der falsche Weg. Er fordert stattdessen eine Ausweitung der Befugnisse.
Standpunkt So könnte es mit der Synodalität weitergehen Wie wird Rom mit dem Statut der Synodalkonferenz verfahren? Diese Frage wird aktuell diskutiert. Michael Böhnke kommentiert, wie es aus seiner Sicht mit dem Gremium und der Synodalität insgesamt weitergehen könnte.
Standpunkt Wir müssen Bild und Auftrag des Priesters erneuern Dieser Tage ist eine Neuübersetzung des Romans "Tagebuch eines Landpfarrers" erschienen. Stefan Kiechle entdeckt darin einiges, was zum Nachdenken über das Priesterbild anregt – und viele Zeichen des Wandels.
Standpunkt Wir müssen auch mit Andersdenkenden im Gespräch bleiben Demokratie lebt nicht nur von Institutionen, sondern auch von den Diskussionen am Küchentisch, kommentiert Friederike Frücht. Sie sieht die Kirche da als positives Beispiel, sagt aber auch: Dialog brauche Offenheit – und Grenzen.
Standpunkt In Zeiten der Polarisierung kann die Kirche ein Gegenbeispiel sein Nicht zuletzt bei der Sachsen-Anhalt-Wahl zeigte sich die Polarisierung in der Gesellschaft. Ulrich Waschki bewegt in diesen Zeiten ein Impuls von Kardinal Jean-Claude Hollerich: Die Kirche als Zeichen gegen die Spaltung.
Standpunkt Die jüngsten Bischofsrücktritte und die Frage nach den Lehren daraus Die Bischöfe Wiesemann und Timmerevers sind vorzeitig zurückgetreten. Das wirft nicht nur Fragen nach den Belastungen des Amts, sondern auch nach mehr geteilter Verantwortung in der Kirche auf, schreibt Matthias Altmann.
Standpunkt Der Gottesglauben ist weder ethisch noch politisch neutral Nach dem Sieg der AfD bei der Wahl in Sachsen-Anhalt wird über das Engagement der Kirchen für die Demokratie diskutiert. Stefan Orth meint: Der christliche Glaube hat sehr wohl ethische und politische Konsequenzen.
Standpunkt So "anders" ist das islamische Credo gar nicht Der Islam gehört längst zu Deutschland – und doch prägen Vorurteile und Abgrenzung die Debatte. Oliver Wintzek meint: Der 12. September kann Anlass für einen anderen Blick auf Muslime und ihre Religion sein.
Standpunkt Die Kirche braucht endlich eine glaubwürdige Justiz Kirchliche Prozesse sind Geheimjustiz – der Fall Rupnik ist nur eines von vielen Beispielen. Ohne rechtsstaatliche Standards wird das kirchliche Recht Betroffenen nicht gerecht, kommentiert Felix Neumann.
Standpunkt Betuliche Freisprüche der AfD-Wähler sind moralische Kapitulation Demokratische Verantwortung beginnt nicht erst beim Handeln des Staates, sondern schon an der Wahlurne, sagt Andreas Püttmann. Wer die AfD wählt, darf deshalb nicht von sittlichen Mindeststandards ausgenommen werden.
Standpunkt Gefühle sind schlechte Ratgeber für eine Wahlentscheidung Protest und Enttäuschung: Für den Erfolg der AfD bei der Landtagswahl gibt es viele Erklärungsversuche, meint Katharina Goldinger. Doch keiner überzeugt sie. Die entscheidende Erklärung sieht sie woanders.
Standpunkt Nach dem AfD-Sieg muss die Kirche präsenter sein Die Kirche hat viel getan, konnte den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aber nicht verhindern, kommentiert Dirk Bingener. Daraus müsse die Kirche lernen, näher bei den Menschen zu sein.
Standpunkt Wohnraum ist Menschenrecht, kein Spekulationsobjekt Dass man mit Wohnraum Geld verdienen kann, weiß auch die Kirche. Immobilienfonds gehören zu vielen kirchlichen Geldanlagen. Doch auf Wohnraum sollte man nicht spekulieren, meint Dominik Blum.
Standpunkt Ohne Kirchen(gebäude) geht es nicht Die Kirche verliert Gläubige, also stehen auch Kirchenbauten zur Disposition. Christoph Paul Hartmann ruft dazu auf, sie nicht vorschnell zu schließen. Vielmehr sollten sie neues Leben bekommen – und alle einschließen.
Standpunkt Trennt euch von den Kirchen! Angesichts schließender Kirchen und fehlender Ideen zur Umnutzung fordert Carina Adams die Gläubigen vor Ort auf, zu verzichten.
Standpunkt Was Kirche kann – in Häfen und anderswo Die harte, entbehrungsreiche Arbeit von Seeleuten ist der Öffentlichkeit kaum bekannt. Umso wertvoller ist die Tätigkeit der katholischen Seemannsmission, kommentiert Christof Haverkamp.
Standpunkt Der 1. September 1939 – ein erschütternd aktueller Tag Morgen vor 87 Jahren überfiel Hitler-Deutschland Polen, der Zweite Weltkrieg begann. Dieser Tag bleibt beständige Mahnung, kommentiert Christoph Strack – und ist bedrückend aktuell.
Standpunkt Diakonie ist schon Gottesdienst Während oben die Gemeinde Gottesdienst feiert, wird unten Pizza für alle gemacht: So läuft es in einer Kölner Kirche. Peter Otten verbindet das mit den jüngsten Aussagen von Bischof Feige zum Thema Evangelisierung.
Standpunkt Das päpstliche Weiß ist ein starker Kontrast zu dunklen Kriegsfarben Während Europa auf Waffen und Sanktionen setzt, redet der Vatikan mit Moskau und pocht auf Verhandlungen zu einem Ende des Ukraine-Kriegs. Schwester Gabriela Zinkl schreibt: Naiv? Oder genau die Diplomatie, die fehlt?
Standpunkt Gottes Liebe ist nicht angepasst Ein homosexueller Mann wollte händchenhaltend mit seinem Partner in einer Kirche eine Kerze anzünden – und wurde von einem Priester gemaßregelt. Werner Kleine fragt: Was sollen solche Urteile über die Gottesnähe anderer?
Standpunkt Zölibat: Der Fall Unfried sollte der Kirche zu denken geben Ein Oberurseler Pfarrer gibt nach 37 Jahren sein Priesteramt auf, weil er heiraten will. Sein Fall zeigt, was die katholische Kirche durch den Pflichtzölibat verliert, kommentiert Mario Trifunovic.
Standpunkt Kritisches Denken ist wichtig – auch im Religionsunterricht Ein "Manifest der Hoffnung" von 250 Personen fordert dazu auf, Schüler gerade im Fach Geschichte zu kritischem Denken zu befähigen. Regina Nagel begrüßt das Papier und sieht auch Relevanz für andere Fächer wie Religion.
Standpunkt Wie vergiftet ihr Lob für das Christentum ist, zeigt die AfD selbst Die AfD lobt das Christentum als wesentlichen Teil europäischer Kultur. Ihr Programm für Sachsen-Anhalt zeigt, was sich dahinter verbirgt, kommentiert Joachim Frank. Für ihn fällt damit die Maske.
Standpunkt Die Bedrohungslage wandelt sich – und die Kirchen? Wie sehr sich die Bedrohungslage verändert hat, zeigt der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle. Auch die Kirchen sind gefordert, ihre Rolle zu klären und ihre Strukturen auf Krisen vorzubereiten, kommentiert Thomas Arnold.
Standpunkt Wer den Religionsunterricht abschaffen will, macht einen Denkfehler Der Religionsunterricht an Schulen hat ein Imageproblem. Dabei ist er in Zeiten wachsender Säkularisierung einerseits und zunehmender religiöser Vielfalt andererseits wichtiger denn je, kommentiert Steffen Zimmermann.