EU-Bischöfe besorgt über Spannungen um Grönland
Die EU-Bischofskommission COMECE erklärt ihre Solidarität und Verbundenheit mit Grönland und seiner Bevölkerung. Das politische, soziale und ökologische Schicksal Grönlands müsse von seiner eigenen Bevölkerung gestaltet werden, und zwar "unter voller Achtung seiner Rechte und seiner Würde", so die EU-Bischöfe in einer Brüsseler Erklärung vom Dienstag.
Die COMECE äußert sich besorgt über wachsende geopolitische Spannungen und über das allgemeine internationale Klima, in dem die sensiblen Diskussionen über Grönlands Zukunft stattfänden. Dieses sei auch durch eine Schwächung der multilateralen Zusammenarbeit gekennzeichnet. Daher sei auch an die Einhaltung des Völkerrechts, die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen und die territoriale Integrität des Königreichs Dänemark erinnert. Ebenso ermutigen die Bischöfe die Europäische Union, auf internationaler Bühne weiterhin als verantwortungsbewusster und vertrauensbildender Akteur aufzutreten – "fest in ihren Grundwerten verankert".
Die EU-Bischöfe zitieren auch die jüngsten Worte von Papst Leo XIV. an das Diplomatische Corps: "In unserer Zeit gibt die Schwäche des Multilateralismus auf internationaler Ebene besonderen Anlass zur Sorge. Eine Diplomatie, die den Dialog fördert und den Konsens aller Parteien anstrebt, wird durch eine Diplomatie ersetzt, die auf Gewalt basiert, sei es durch Einzelpersonen oder durch Gruppen von Verbündeten." (mtr/KNA)
