Missio: Kirchen befürchten islamistische Anschläge zu Ostern
Christen in Afrika und Asien befürchten laut einer Umfrage des Hilfswerks missio Aachen islamistische Anschläge zu Ostern. In Ländern wie Nigeria oder Pakistan würden Sicherheitsmaßnahmen verschärft, berichteten Partner des Hilfswerks in einer Umfrage, wie dieses am Dienstag in Aachen mitteilte. Islamisten könnten Christen als Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten als Verbündete der USA oder Israels brandmarken, so die Befürchtung.
Die 20 befragten missio-Partner in sieben Ländern forderten Deutschland und Europa auf, sich entschlossener für einen Waffenstillstand und politische Verhandlungen einzusetzen. Ein solcher Einsatz stärke Europas Glaubwürdigkeit im globalen Süden, schrieb etwa Bischof Bulus Dauwa Yohanna aus dem nigerianischen Kontagora.
Humanitäre Hilfe und erneuerbare Energien
Darüber hinaus seien die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs verheerend. Steigende Energiepreise trieben Inflation, Lebensmittelkosten, Düngemittelpreise und Transportkosten in die Höhe. Das treffe die ärmsten Bevölkerungsgruppen.
Auch die Kirchen stehen laut missio unter Druck. Sie seien stärker gefragt in Sachen Seelsorge, Sozialarbeit und Überlebenshilfe, während die Ausgaben für Pfarrzentren, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser stark steigen. Aus Europa forderten sie daher umfangreiche humanitäre Hilfe sowie eine stärkere Zusammenarbeit bei interreligiösem Dialog und dem Schutz religiöser Minderheiten.
Von Europa erhoffen sich die Befragten zudem Unterstützung beim Ausbau erneuerbarer Energien. Das könne die Abhängigkeit von Öl und Gas verringern, hieß es aus dem Erzbistum Chattogram in Bangladesch Europa könne damit zur Stabilität in Asien beitragen. (KNA)
