Tragfähige Strukturen aufbauen

Renovabis fördert Kirchenreform in der Ukraine mit 250.000 Euro

Veröffentlicht am 28.07.2026 um 09:15 Uhr – Lesedauer: 

Freising ‐ Die Ukrainische griechisch-katholische Kirche muss sich für die Zukunft neu aufstellen. Das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis hat für den Transformationsprozess entsprechend Geld bereitgestellt.

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Das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis hat der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche Mittel in Höhe von 250.000 Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt. Mit dem Geld sollen tragfähige Strukturen und Sozialunternehmertum gefördert werden, wie das Hilfswerk am Montag in Freising mitteilte.

Hauptgeschäftsführer Thomas Schwartz sagte an die Bischöfe gerichtet: "Wir wollen eine Kirche, die kompetente Partnerin auf Augenhöhe ist – geistlich klar, sozial glaubwürdig, institutionell stabil und bereit, neue Wege zu gehen." Konkret regte er den Aufbau sozialunternehmerischer Standbeine im Wohnen, in Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft an. Am wichtigsten sei ein Wandel der Mentalität: "Weg von der Frage 'Wie decken wir das nächste Defizit?' hin zu der Frage 'Welche Struktur bauen wir, die in zehn Jahren noch trägt?'"

Wie das gelingen könne, zeigen laut dem Renovabis-Chef schon jetzt Projekte wie das medizinische Zentrum des heiligen Lukas in Iwano-Frankiwsk oder ein landwirtschaftlicher Betrieb der Erzeparchie in Ternopil. Zugleich hob er besonders eine neue Generation kirchlichen Personals hervor: Priester mit ungewöhnlichen Ideen und zugleich der Kompetenz, sie tragfähig zu machen. Renovabis wolle diese Transformation ermöglichen und richte deshalb einen Pool für ein sogenanntes Change-Management und für die Ausbildung dieser neuen Kompetenzen ein. (KNA)