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Elisabet und Zacharias
Auf den ersten Blick erscheinen Elisabet und Zacharias als das perfekte Ehepaar. Der Evangelist Lukas beschreibt sie als "gerecht vor Gott" und "untadelig nach allen Geboten und Vorschriften des Herrn." (Lk 1,6) Zacharias ist Tempelpriester und gehört zur Familie des Abija, während seine Frau aus dem höhergestellten Geschlecht des Aaron stammt – eine ungewöhnliche Kombination. Der erhoffte Kindersegen aber bleibt aus. Nach vielen Jahren enttäuschter Hoffnungen scheint sich Zacharias mit der Kinderlosigkeit seiner Ehe abgefunden zu haben. Als ihm der Erzengel Gabriel während seines Tempeldienstes die Geburt eines Sohnes verkündet, kann es der sonst so fromme Mann nicht glauben: "[…] ich bin ein alter Mann und auch meine Frau ist in vorgerücktem Alter." (Lk 1,18) Zur Strafe muss Zacharias bis zur Erfüllung der Verheißung verstummen. Tatsächlich wird Elisabet schwanger und bringt mithilfe ihrer Verwandten Maria einen Jungen zur Welt. (vgl. Lk 1,56f). Nach den Vorschriften der Tora wird das Kind am achten Tag beschnitten und erhält einen Namen. Doch entgegen der üblichen Tradition benennen die Eltern ihn nicht nach einem Verwandten. "Nein, sondern er soll Johannes heißen", sagt Elisabet. (Lk 1,60) Das bedeutet so viel wie "Der Herr hat sich erbarmt". Als Zacharias wieder sprechen kann, stimmt er gleich ein ganzes Loblied auf "die barmherzige Liebe unseres Gottes" (Lk 1,78) an. Es ist der Beginn von Johannes dem Täufer.
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