Katholische Kirche in Deutschland hilft weltweit mit 537 Millionen
Die katholischen Hilfswerke, Bistümer und Orden haben im vergangenen Jahr internationale Hilfsmaßnahmen mit 537 Millionen Euro gefördert. Unterstützt wurden Projekte in den Bereichen Seelsorge, Bildung, Gesundheit, Friedensarbeit und Landwirtschaft in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, wie aus dem am Mittwoch von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) veröffentlichten Jahresbericht Weltkirche hervorgeht. 2024 waren Projekte noch mit rund 595 Millionen Euro bezuschusst worden.
Der größte Teil der Gelder ging nach Afrika und in den Nahen Osten (189 Millionen Euro), gefolgt von Asien und Ozeanien (129 Millionen) sowie Lateinamerika und der Karibik (122 Millionen). Fast die Hälfte der Förderung wurde laut Bericht durch Spenden und Kollekten ermöglicht (48,1 Prozent). Öffentliche Mittel für humanitäre Aufgaben und Entwicklungsprojekte machten 28,3 Prozent aus, 12,5 Prozent der Mittel kamen aus Kirchensteuereinnahmen. Der Rest stammt aus nicht näher deklarierten Einnahmen.
Bischof Meier dankt für Spenden
Hinter der beeindruckenden Zahl stünden konkrete Schicksale, die eine positive Wendung genommen hätten, erklärte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz, Bischof Bertram Meier. "Wir bauen keine Straßen oder Häfen. Unsere Projekte sind nicht dazu da, ganze Volkswirtschaften anzukurbeln. Aber sie bewirken Veränderungen im Leben so vieler Menschen." Sie fänden dadurch Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, so der Augsburger Bischof.
Meier dankte allen, die die Projekte mit ihren Spenden unterstützten: "Es bewegt mich, dass Menschen trotz eigener Sorgen die Not in der Welt wahrnehmen und handeln." Projekte von Pfarrgemeinden, katholischen Verbänden und Schulen, die unabhängig von Bistümern, Orden und Hilfswerken durchgeführt werden, werden laut Mitteilung in dem Jahresbericht nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Höhe der kirchlichen Hilfsleistungen sei also höher als angegeben. (KNA)
